Die Frage haut mich jedes Mal raus. Keine Ahnung was ich da antworten soll. 🤷‍♀️

Entweder fange ich dann an meine und unsere Geschichte zu erzählen. Das würde mein Gegenüber eigentlich unter „mir geht es nicht gut“ verbuchen und wäre irritiert, dass ich ihm die Geschichte relativ gut gelaunt erzähle …

… oder ich akzeptiere meinen und unseren neuen Maßstab von „gut“ und lächle zurück mit einem: „Ja klar! Prima!“ Das würde mir einiges an Erklärung sparen, aber den Gegenüber spätestens dann irritieren, wenn wir gar nicht nach der Geburt strahlend ins Wochenbett zurückkehren.

Die Liste von unseren „Malessen“ (wir man im Plattdeutschen sagen würde) ist lang. Der Bauchbewohner hat am Herzen gleich mehrere ineinandergreifende Probleme (DORV vom Typ Fallot sagen die Spezialisten) und die Verengung am Darm (Duodenalstenose für die, die weitergoogeln wollen). Ich packe da noch drauf meine leichte Schwangerschaftsdiabetes, blöde Symphysenschmerzen, zu viel Fruchtwasser (Polyhydramnie durch die Darmverengung des Kleinen), einen nervigen Bauchnabelbruch, und die Wassereinlagerungen und Taubheitsgefühle in den Händen kommen bestimmt auch noch.

Kennt mein Gegenüber alle diese „Malessen“, wie zum Beispiel meine Gynäkologin, dann höre ich oft ein „Bewundernswert, wie sie damit umgehen!“

Blick auf Schwangerenbauch beim CTG
Blick auf Schwangerenbauch beim CTG

Aber mal ehrlich, was bleibt mir anderes übrig? Ein „zurück“ gibt’s nicht. Vorspulen auch nicht. Und in der aktuellen Gegenwart können wir nichts ändern. Auch die vielen Spezialisten nicht, die wir inzwischen kennenlernen durften.

Wir können nur Schritt für Schritt vorangehen und die Herausforderungen nehmen, wie sie kommen. Auftauchende Risiken „mitigieren“, Pläne machen, Pläne ändern und abwarten.

Währenddessen strampelt mein Bauchbewohner fröhlich vor sich hin. Durch das viele Fruchtwasser hat er auch schön Bewegungsfreiheit! Und die Sorgen seiner Eltern sind ihm völlig Wumpe. 😂 Genau so soll es sein. Er ist willkommen wie er ist und wir freuen uns auf die tolle neue Zeit mit ihm, unserem Herzkind!

Also: Bei uns ist alles gut!



Abonniere unsere Herzkind-Geschichte!

Schließe dich 90 anderen Abonnenten an

Und wenn du meine Arbeit hier ein wenig unterstützen möchtest…spendiere mir ein bisschen Schokolade!

Spendiere mir ein bisschen Schokolade!

Alle Blog-Artikel gibt es auf meinem Herzkind-Blog! Die Geschichte beginnt mit dem Ersttrimester-Screening im Dezember 2022.

Möchtest du für eine größere Organisation spenden, dann schaue doch mal bei den „Kinderherzen“ vorbei, diese fördern die deutschen Kinderherzzentren! Oder bei den Ronald McDonald Häusern! Oder beim Bunten Kreis Aachen!

3 Comments

  1. Wiebke 23. März 2022 at 15:30 - Reply

    Oh, wow, Claudia. Auch ich bewundere, wie du das alles meisterst. Ich sende dir eine Umarmung!

Kommentar verfassen