Ich bin mal wieder in Aachen an der Uniklinik. Verlaufskontrolle heißt in unserem Fall, dass per Ultraschall-Doppler die Versorgung des Bauchbewohners gecheckt wird und ich netterweise auch kurz gefragt werde, wie es mir geht.

Jede Mama lernt im Verlauf ihres Mama-Lebens, dass sie nicht gerade die Hauptrolle spielt. In unserem Fall bin ich maximal die „Bauchbesitzerin“ 😂

Da es „nur“ eine Verlaufskontrolle ist, bin ich auch allein unterwegs. Zu aufwendig ist es in den Ferien die Betreuung der großen Schwester zu organisieren. Der Papa rockt gerade Büro plus Tochter! 🤷🏼‍♀️

 

Die Wartezeit ist dieses Mal minimal! Bin schon fast erschrocken, wie schnell ich aufgerufen werde! Denn wie in anderen Disziplinen auch, sind die dazwischenkommenden Notfälle auch in der Gynäkologie da. Ich will ja auch, dass sofort reagiert wird, wenn ich da mal liege 🙈

Insgesamt waren alle Werte wie zu erwarten. Zum Teil ist das „gut“, zum Teil ist das ein „leider“.

Warum ein „leider“?

Bei Herzkindern ist es manchmal so, dass sich in der Nabelschnur ein großer Widerstand bildet. Das heißt, der Bauchbewohner hat es immer schwerer, versorgt zu werden.

Nun ist ja eigentlich unser Ziel, dass er so lange wie möglich „drin“ bleibt und gut wächst um gut gerüstet zu sein für die OPs. Dafür nehme ich ja die ganzen Strapazen mit dem vielen Fruchtwasser in Kauf.

Aber wenn er nicht mehr richtig versorgt wird, kann er natürlich auch nicht mehr so zunehmen, wie es sich die Chirurgen wünschen für die OPs.

Und nun?

Nun heißt es: regelmäßige Verlaufskontrolle in kurzen Abständen. Damit der hoffentlich „richtigste“ Moment gefunden wird, an dem der Bauchbewohner auszieht und die nächste Etappe beginnen kann.

Spontane Geburt ade! :-(

Ich gebe es zu, so ganz hatte ich eine spontane und physische Geburt nie komplett verabschiedet aus meinen Gedanken. Aber so langsam schwindet die Hoffnung, dass der Bauchbewohner seinen Auszug selbst bestimmen darf. Zu groß sind die Risiken einer Unterversorgung.

Ab jetzt heißt es also: hangeln von Verlaufskontrolle zu Verlaufskontrolle.

Was mich echt erleichtert: entweder entscheidet der Bauchbewohner oder der Professor, wann es so weit ist! Hauptsache nicht ich 😂 und damit bleibt der Geburtstermin doch noch ein bisschen ein Überraschungspaket 😉

 



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