Den Eindruck, dass der kleine Kämpfer nicht richtig sehen kann, haben wir schon länger.

Er kann mich nicht fixieren, er kann andere Dinge nicht anschauen und er lächelt auch niemanden an. Weder mich, noch seine große Schwester. Sehr frustrierend ist das.

Also haben wir vom Kinderarzt die Überweisung zum Augenarzt mit Sehschule abgeholt. Und die Orthopistin hat meinen Verdacht bestätigt: er guckt zu viel nach rechts und er hat nicht die Möglichkeit, irgendetwas zu fixieren.

Wie immer wenn wir zu einem neuen Arzt kommen, werden erst mal Daten und Informationen aus der Vorgeschichte aufgenommen und notiert. Die Liste ist lang, es dauert ganz schön lange. Besonders die Schlaganfälle und die Fazialisparese spielen hier mit rein. Also die Frage, kann er neurologisch seine Augen nutzen? Und hat die Fazialisparese die Augenentwicklung auf den Holzweg geführt? Wenn man oft mit nur einem Auge schaut, kann man fixieren und 3-D halt nicht lernen 🤷🏼‍♀️

Ergebnis des Besuches ist, dass wir eine Überweisung zur Sehschule der Uniklinik Düsseldorf erhalten, wo hoffentlich dann irgendeine Art von Diagnose gestellt wird. Denn ohne Diagnose kann man dem kleinen Mann nicht helfen.

Und wieder habe ich dieses mulmiges Gefühl im Nacken und Magen, dass der Verdacht sich bestätigt und eine weitere, größere Baustelle auch im Bereich der Augen noch auf uns zukommt. Das Schlimme dabei ist wie immer die Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft. Was bedeutet eine mögliche Diagnose für sein weiteres Leben? Irgendwo habe ich gelesen, dass 80% der Entwicklungsschritte mit dem Seh-Sinn Zusammenhängen. Wie stellt man die Entwicklung sicher, wenn man nichts sehen kann!?

Aber ohne Diagnose keine Hilfe, und so schnappe ich mir die Überweisung und mache einen Termin in Düsseldorf…ich hoffe wir müssen nicht allzu lange warten…



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