VUCA im Familienleben?
Erschöpft oder im Mama- oder Papa-Flow?

Was soll das nun wieder sein?
Schon wieder so ein Buzzword “Mindset”! 

Meine Lieblingsseite zum Thema Mindset ist Mindset – Definition und Mindset-Tipps für Glück & Erfolg (barrierefrei-im-kopf.de) von Sebastian Wächter. Die habe ich irgendwann mal gefunden, als mit der Begriff entgegenschlug und dort habe ich mich direkt abgeholt gefühlt!

Also, Sebastian beschreibt Mindset folgendermaßen: “Das Mindset beschreibt die Denkweisen, Überzeugungen und Verhaltensmuster beziehungsweise die innere Haltung von Menschen. Oft wird das Wort Mentalität als Synonym verwendet. Das Mindset ist ausschlaggebend für ein erfolgreiches und glückliches Leben und jeder kann sein Mindset für ein solches Leben entwickeln.”

Die ersten beiden Sätze bin ich mitgegangen. Den  musste ich zwei Mal lesen. Kann wirklich jeder ein Mindset als Basis für ein erfolgreiches und glückliches Leben entwickeln? Ich persönlich würde ergänzen, dass jeder, der dafür offen ist, die Chance hat sein Mindset zu ändern. Alles andere würde mir in meinem 24/7 Mama-Leben plus Selbstständigkeit irgendwie zu viel Druck machen. Habe ich die Chance etwas zu ändern, kann ich das Thema mit mehr Leichtigkeit angehen!

In meinem Kopf ist also das Mama-Mindset mein Lebensrucksack aus dem ich schöpfe. Meine Haltung, Prägungen, Überzeugungen und Potentiale, die meinen täglichen Handlungsspielraum ermöglichen. Und ich als Coach bin eindeutig der Meinung, dass man mit Blick in diesen Rucksack, dem (aus-)sortieren des Gepäcks seinen Handlungsspielraum für das alltägliche Familienleben erweitern kann.

Ich habe mal mein Mama Mindset aufgemalt und hinterfragt. Die Aufzeichnung sehr ihr in diesem Bild. Aber ist das nun alles? Bleibt das so? Was mache ich jetzt damit?

Und mit dieser Frage bin ich dann auch schon wieder bei Sebastian, der zwei unterschiedliche Kategorien von Mindset beschreibt (Nach Carol Dweck). Nämlich das statische Mindset, das Menschen haben, die wenig Bereitschaft zeigen sich weiterzuentwickeln und sich dazu auch nicht herausfordern lassen. Und Menschen mit einem Growth Mindset, die eher der Überzeugung sind, dass sie in der Lage sind sich weiterzuentwickeln, durchhalten anstatt aufzugeben und die davon ausgehen, dass sie mit ihrem Einsatz und ihrer Einstellungen ihr Leben frei gestalten können. (ist hier wirklich sehr kurz gefasst, sorry!)

Die Gedanken des Growth Mindset gehen also noch über das (aus-)sortieren des Gepäcks hinaus. Das Growth Mindset wird noch durch zusätzliches Gepäck wie positive und stärkende Glaubenssätze ergänzt.

Und ich glaube, das Kinder Mamas und Papas mit einem Growth Mindset gut gebrauchen können!
Sie brauchen Eltern, die Gewissheit haben, dass sie mit ihren Kindern lernen und wachsen können. Das sie auch durchhalten, wenn sie frustriert sind. Die sich selbst herausfordern und daran wachsen wollen. Die aus Niederlagen lernen. Die sich für Erfolg auch mal anstrengen. Die sich inspirieren lassen von anderer Menschen Erfolg. Und die mit einer klaren Haltung und mit vollem Einsatz für ihre Kinder da sind, wohl wissend, dass sie für die Begleitung ihrer Kinder die Verantwortung tragen.

So. Das will ich auch. Ein Mama-Growth-Mindset. Wo bekommt man sowas? Kann man das kaufen?
Ich bleibe auf Sebastians Seite und bekomme Antwort ;-)

10 Tipps das eigene Mindset positiv zu beeinflussen

  1. An sich selbst glauben: Glauben Sie daran, dass Ihre Fähigkeiten sich jederzeit verbessern lassen.
  2. Sich mit den richtigen Menschen umgeben: Umgeben Sie sich mit Menschen, die ebenfalls ein Growth Mindset haben und mit solchen Menschen, die Sie unterstützen und weiterbringen, statt Sie klein zu halten.
  3. Selbstreflexion leben: Hinterfragen Sie sich, Ihre Ziele und Ihre Handlungen wiederholt, seien Sie neugierig und bereit sich anzupassen.
  4. Anfangen: Nehmen Sie Dinge in Angriff, statt sich zu 100% auf ein Problem vorbereiten zu wollen. Kommen Sie ins Handeln.
  5. Dankbarkeit zulassen: Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Erfolgen aus, aber seien Sie dankbar für das, was Sie haben und bereits erreicht haben.
  6. Eine Vision verfolgen: finden Sie Ihre Vision, Ihren Antrieb und fragen Sie sich, warum Sie die Dinge tun, die Sie vorhaben. Mit einer Vision finden Sie Orientierung und können sich langfristig motivieren.
  7. Anstrengungen als Chancen sehen: Statt Angst vor Herausforderungen oder Anstrengungen zu haben, sollten Sie diese als Chance sehen sich weiterzuentwickeln. Nur wer sich anstrengt und immer wieder trainiert, kann Erfolge feiern oder aus seinen Fehlern lernen.
  8. Akzeptanz: Herausforderungen und Probleme können nur gelöst werden, wenn wir der Realität ins Auge sehen sie annehmen und akzeptieren. Manchmal müssen wir auch akzeptieren, dass einige Probleme sich nicht lösen lassen. Bleiben Sie realistisch.
  9. Fokus setzen: Fokussieren Sie sich auf das, was Sie tun können. Konzentrieren Sie sich auf die Frage, wie Sie ihre Situation mit Ihren Mitteln wirksam verbessern können.
  10. Verantwortung übernehmen: Sie alleine müssen die Verantwortung für Ihre Situation übernehmen und reagieren. Es wird niemand kommen, der Ihr Leben verbessert. Nur Sie können das tun. Entscheiden Sie sich dazu.

Und während ich so diese ganzen Punkte für mich reflektiere merke ich, wie sehr ich als Mama schon ein Growth-Mindset entwickelt habe. Wie ich nach und nach angefangen habe an mich als Mama zu glauben. Wie ich nach und nach mich mit Menschen umgeben habe, die wie ich die Elternschaft bewusst gestalten wollen und wie ich gelernt habe die Anstrengungen und Herausforderungen als Chancen zu begreifen mich weiterzuentwickeln und meine Tochter besser kennenzulernen.

Und da ich ein Faible für Selbstreflexion habe, bastle ich jetzt für euch daraus eine Selbstreflexions-Aufgabe. 

See you soon,

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One Comment

  1. impulsmanufaktur 13. Juli 2021 at 15:05 - Reply

    Wiebke – 28.06.2021
    Ein richtig toller Beitrag, liebe Claudia!

    Ich teile deine Meinung: Jede:r, die:der offen und bereit dazu ist, sich zu reflektieren kann an seinem Mindset arbeiten.
    Dazu gehört m.E. auch eine gewisse Fehlertoleranz zu entwickeln. Also Fehler nicht als Weltuntergang zu empfinden, sondern als Gelegenheiten zum Lernen.

    Ich freue mich auf weitere Blog-Beiträge von dir! ❤

    https://wurzelnundfluegelfamilienakademie.wordpress.com/

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