Wie ein Streik Geburtstermine bestimmt...
Das erste Warten - OP Nr. 1

Ach, ich bin selbst schuld. Ich hab geschrieben, dass es mit der Komplexität langsam mal reicht. Und was ist nun!?

Endlich war er da, der ersehnte Tag an dem die Einleitung der Geburt starten durfte! Heute bin ich (erst) am 3. Tag der Einleitung, aber maximal frustriert. 😮‍💨

Jeden Tag der Einleitung habe ich außer den normalen „Standard-CTGs“ (CTG = Kardiotokografie), die drei Mal täglich stattfinden noch CTG nach jeder Gabe des Wehen-Medikaments. Beim CTG wird gleichzeitig die Herzfrequenz des Herzkindes überwacht und meine Wehentätigkeit.

Ich liege manchmal 6 Stunden täglich unten im Kreißsaal am CTG. Und das mit dauernd nervösen Schwestern, weil das Herzkind immer vom CTG-Knopf „wegschwimmt“. Und da nichts voran geht, bin ich frustriert.

Zudem bin ich frustriert, weil mich mein „Bauch-Zustand“ so dermaßen einschränkt, dass ich Zweifel habe, so bei einer Geburt mitwirken zu können, wie es nötig ist. In den letzten Tagen ist das Fruchtwasser noch einmal mehr geworden. Mir tut inzwischen das Atmen weh. Der Druck auf die Rippen ist enorm. Ich kann weder auf der Seite, noch noch auf Rücken oder Bauch schlafen. Ich kann nur über den Kniestand ins Bett und mich nicht einfach auf die Bettkante setzen und „umkippen“. Beim sitzen gehen nur Winkel über 100 Grad.

Wie soll man so bei Wehen mitgehen? Oder sich zwischen den Wehen entspannen. Ach….ich kann nicht mal gut Essen, aufs Klo oder Fernsehen! Ich kann mich nur seeeehr aufrecht und im Hohlkreuz bewegen. Beides für Wehen und eine Geburt eher ungeeignet! 🙈

Und nun bin ich doch wieder Diskussionspunkt bei den Ärzten. Welche Möglichkeiten noch bleiben um eine natürliche Geburt durchzuführen…ich bin gespannt und warte auf die Visite.

Und gleichzeitig steigt der Druck. Nämlich mein Blutdruck. Sehr unschön in Schwangerschaften…

Fortsetzung folgt!

Link zur Seite „Gegen die Ohnmacht auf der Intensivstation“

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