Mompreneurs. Ich gehöre zu den Menschen, die dieses Wort nicht aussprechen können. 😂 Aber hinter die Kulissen dieses Wortes geblickt, tut sich Überraschendes auf!

Was bedeutet eigentlich Mompreneurin? In der Regel bezeichnet dieser Begriff eine selbstständige Mutter, die ihr eigenes Unternehmen führt und – so der Unterschied zur Unternehmerin – dabei neue und innovative Wege geht.

Hört sich doch super an oder? Ich fühle mich damit total abgeholt!

Und doch winken da in meinem Kopf zwei verschiedene Haltungen wie wild herum. Beide möchten beachtet werden.

Da ist die Mama, die bedürfnisorientiert unterwegs ist, immer das Ziel vor Augen, ihre Kinder auf Augenhöhe zu begleiten. Und da ist die Unternehmerin, die unternehmerisch denken und handeln muss, um ihr Unternehmen erfolgreich zu führen.

Ich gebe zu, viel zu oft habe ich beim schnellen Wechsel zwischen den Rollen noch Schwierigkeiten. Dann platze ich mit der effizienten und rigiden Einstellung in das Spiel meiner Kinder. Oder ich begleite den Frust einer Kundin mit viel zu viel Geduld, während wir beide Zeit und Nerven investieren und eine knappe Ansage uns beide wieder Handlungsfähig machen würde.

Doch….müssen sich die beiden Rollen ausschließen? Oder gibt es Ideen, wie man beides unter einen Hut bringen kann? Oder Ideen, wie man die Hüte schnell wechseln kann?

Hier sind meine Ideen für ausgeglichene Mompreneurinnen:

1. Wechsle den Kontext

Als Mompreneurin hast du viele verschiedene Rollen zu erfüllen. Du bist Mutter, Ehefrau, Freundin und Unternehmerin – und das alles gleichzeitig. Meine Idee ist, dass du zumindest für die Rolle der Unternehmerin einen festen physischen Rahmen hast. Bist du an deinem Schreibtisch, in deiner Büroecke oder deinem Rechner, bist du Unternehmerin. Vermeide es, das Familienleben dazwischen zu mischen. Keine Calls beim Essen machen, keine Vertragsverhandlungen mit Kind auf dem Schoß und keine Konzeptionen zwischen Tür und Angel. Für manche Tätigkeiten brauchst du einfach einen gut sitzenden Unternehmerinnen-Hut!

2. Lerne zu delegieren

Als Mompreneurin bist du darauf angewiesen, nicht alles alleine zu machen. Es ist wichtig, dass du lernst, Aufgaben abzugeben und zu delegieren. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass der Partner mehr Aufgaben übernimmt, ihr eine Haushaltshilfe einstellt oder du einen Teil deiner Buchhaltung an eine Steuerberaterin abgibst. Schaff dir so Zeit, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die dir wichtig sind und dich und dein Unternehmen weiterbringen.

3. Netzwerke

Als Mompreneurin bist du nicht alleine. Es gibt viele andere selbstständige Mütter da draußen, mit denen du dich vernetzen und austauschen kannst. Nutze Social Media, um Kontakte zu knüpfen, und besuche Events, um andere Mompreneurinnen kennenzulernen. So kannst du von ihren Erfahrungen und Tipps profitieren und dich inspirieren lassen.

Mit so einem Netzwerk schaffst du dir einen virtuellen Unternehmens-Kontext! Vielleicht ist auch Co-Working mit anderen Mompreneurinnen etwas für dich?

4. Plane gut und oft

Mompreneurinnen haben nie Zeit, schließlich sind sie Mamas. Es ist wichtig, dass du gut priorisierst. Denn ist dann Zeit da, solltest du genau wissen, wie du diese Arbeitszeit nutzt! So kannst du nach dem Wechsel von z.B. Familie zum Business dich schnell auf die nächste Aufgabe einlassen.

5. Schließe den Tag bewusst ab

Putze nach der Arbeit deine To-Do-Liste durch. So hast du im Blick, was noch zu tu ist und es schwelen keine offenen Punkte irgendwo. Indem du dir diese Übersicht verschaffst, kannst du entspannter für deine Familie da sein.

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, deine Rollen in Familie und Business erfolgreich zu vereinen. Als Mompreneurin ist es nicht immer einfach, aber mit der richtigen Einstellung und den richtigen Strategien, macht der Rollen-Mix so richtig Spaß!

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Ich bin Claudia

Mama einer vierjährigen Tochter, Herzkind-Schaki-Mama eines einjährigen Sohnes, Systemischer Business Coach, Selbstständig tätig und im früheren Leben Leiterin großer IT Projekte gewesen. Ich kenne viele der Ängste, Probleme und Widersprüche von (Herzkind-)Eltern und ich liebe es, in meinem „alten“ Beruf als Projekt-Mentorin anderen selbstständigen Mamas zur Seite zu stehen!

Und am liebsten – wie immer – alles gleichzeitig!

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